Für all die Neugierigen unter euch, die sich an der Jury-Mördergeschichte festgelesen haben und nun nächtelang nicht schlafen konnten: Es ist vollbracht, die Jury ist zu einem Spruch gekommen.
Den mir bekanntgegebenen Informationen nach ging der Plan der Verteiligung, auf fremde DNA unter den Fingernägeln des Opfers abzustellen, nicht ganz auf. Viel mehr richtete die Jury ihr Augenmerk auf den Umstand, dass der gemeine Mörder (immer schön Objekiv bleiben!) auch zu einer Zeit, in der er schon längst zu Hause sein wollte, immer noch aus der Wohngegend des Opfers über sein Cellphone telefonierte.
All die, die sich an meine Nachtfahrt bei der Polizei erinnern, in welcher wir versucht haben, ein Entführungsopfer per Handy zu lokalisieren und irgendwie im Bayerischen Wald gelandet sind, wobei der Herr dann in Aachen aufgefunden wurde, kennen meine Zweifel an dieser Ortungsmethode...
Ausserdem befand die Jury es als eindeutiges Indiz, dass der Täter, trotz mehrerer Männerbekanntschaften des Opfers, der Einzige gewesen sein konnte, der wusste, dass man sich durch die Garage Zugang zu dem Haus verschaffen konnte ohne einzubrechen. Nun ja, bildet euch hierüber und über die Wahrscheinlichkeit in Amerika durch die Garage ins Haus zu kommen, selber ein Urteil.
Auf jeden Fall war er es! Und das bringt ihm jetzt wohl nette 18 Jahre im dortigen Staatsgefängnis ein. Es sei denn, die Verteidigung geht noch mal vor Gericht. Im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft könnten die das nämlich. Ihr seht, abgesehen davon, dass Anne und ich immer noch überzeugt sind, ER WAR'S, hätten wir wohl nach der Beweislage doch ein etwas anderes Urteil gefunden.
Aber so sind sie, meine lieben Amis! 
