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kiwi1977
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Und aus dem Kamin kam Rauch Part II

Für all die Neugierigen unter euch, die sich an der Jury-Mördergeschichte festgelesen haben und nun nächtelang nicht schlafen konnten: Es ist vollbracht, die Jury ist zu einem Spruch gekommen.


Den mir bekanntgegebenen Informationen nach ging der Plan der Verteiligung, auf fremde DNA unter den Fingernägeln des Opfers abzustellen, nicht ganz auf. Viel mehr richtete die Jury ihr Augenmerk auf den Umstand, dass der gemeine Mörder (immer schön Objekiv bleiben!) auch zu einer Zeit, in der er schon längst zu Hause sein wollte, immer noch aus der Wohngegend des Opfers über sein Cellphone telefonierte.


All die, die sich an meine Nachtfahrt bei der Polizei erinnern, in welcher wir versucht haben, ein Entführungsopfer per Handy zu lokalisieren und irgendwie im Bayerischen Wald gelandet sind, wobei der Herr dann in Aachen aufgefunden wurde, kennen meine Zweifel an dieser Ortungsmethode...


Ausserdem befand die Jury es als eindeutiges Indiz, dass der Täter, trotz mehrerer Männerbekanntschaften des Opfers, der Einzige gewesen sein konnte, der wusste, dass man sich durch die Garage Zugang zu dem Haus verschaffen konnte ohne einzubrechen. Nun ja, bildet euch hierüber und über die Wahrscheinlichkeit in Amerika durch die Garage ins Haus zu kommen, selber ein Urteil.


Auf jeden Fall war er es! Und das bringt ihm jetzt wohl nette 18 Jahre im dortigen Staatsgefängnis ein. Es sei denn, die Verteidigung geht noch mal vor Gericht. Im Gegensatz zur Staatsanwaltschaft könnten die das nämlich. Ihr seht, abgesehen davon, dass Anne und ich immer noch überzeugt sind, ER WAR'S, hätten wir wohl nach der Beweislage doch ein etwas anderes Urteil gefunden.


Aber so sind sie, meine lieben Amis!

 
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Back home

So, nachdem mir nun schon von mehreren Seiten angetragen wurde, hier noch ein Abschlussposting reinzustellen, damit niemand denkt, ich sei über dem Meer verschollen, hier nochmal ein Posting.


Nachdem mich Lufthansa dann doch noch fast länger hätte bleiben lassen, da die Maschine überbucht war, hatte ich mich ja schon fast über einen weiteren Tag San Francisco gefreut. Aber eben nur fast. Irgendwie bin ich dann doch noch, widerwillig, auf diesen Flug geraten.

Die Abschiedsscene am Flughafen, Ronny und Esther hatten mich hingebracht, hielt sich zwar wohl noch in einem angemessenen Rahmen, dafuer muss ich im Flugzeug aber so elendig ausgesehen haben, dass mich die Crew ab Chicago mit Unmengen Schokolade zugestopft hat.


Über München ging es dann nach Hause und hier versuche ich jetzt, wieder in meinen gewohnten Rhythmus -Schlafen (ja, immer noch), Jura (da muss doch noch irgendwas sein) und das Leben hier insgesamt-  zurückzufinden.  Ich muss leider sagen, dass das Wetter hier dabei nicht wirklich eine grosse Hilfe ist. Naja, dafür gibts wenigstens wieder Umlaute


Ich bin froh, euch alle wieder zu sehen. Hab die letzten Tage schon eifrig damit verbracht, meine Familie und Freunde wieder an meine Anwesenheit zu gewöhnen.


Und ich vermisse all die tollen Menschen, die ich kennen lernen durfte, die jetzt noch in San Francisco sind ganz furchtbar. Hey, big hugs and kisses to the city and then get here as soon as you can! Ich denk an euch!!! 

Soviel ist sicher, San Francisco hat mich nicht zum letztenmal gesehen. Wie schon der örtliche Governor immer gerne sagte:


I'll be back! 


 
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Aufbruch

Jetzt ist es schon wieder soweit. Ich sitze auf gepackten Koffern und werde nachher zum Flughafen und nach Hause duesen.


Die letzte Woche in der City war noch richtig schoen, das Wetter hat mitgespielt und alle rennen immer noch in Flipflops durch die Gegend. Neben den Palmen ein weiterer ganz entscheidener Vorteil gegenueber den heimischen Gefilden.

 Ronny hatte die ganze Woche Urlaub und so haben wir uns noch einmal richtig in der Stadt rumgetrieben. Montag ging es noch auf den Coit Tower und zu den Piers.


Dienstag abend waren wir noch in einer wirklich tollen Swingshow. "The Tribute" to Frank, Sammy, Joey & Dean. The Rat Pack returns... Wirklich grossartig!!! Wer mal hier her kommt und die Musik mag, sollte sich das auf jeden Fall ansehen.


Gestern abend waren wir erst noch in Brandons neuer Wohnung und haben die Aussicht im Wohnzimmer, man sieht die GANZE Golden Gate, bewundert. Danach sind wir noch ins Sushi Rock, wo mit Esther, Anne, Ronny, Brandon, Ingo, Jay und Michael alle nochmal versammelt waren.


So siehts aus, jetzt heisst es Abschied nehmen von der City und all den tollen Menschen, die ich hier kennen lernen durfte. *schnief*.


Ich seh euch alle zu Hause!!!


Kisses

Kiwi

 
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Unterwegs

Nachdem ich aus meiner Taetigkeit im Office entlassen wurde, habe ich mich in der letzten Woche noch einmal auf die Strassen begeben und das Umland von San Francisco unsicher gemacht.


Am letzten Wochenende ging es mit Anne, Michael und Ronny erst mal in den Yosemite. Ich war zwar vor zwei Jahren schon dort, aber im Herbst wirkt alles noch mal ganz anders. Wir haben Samstag die Querroute durch den Park genommen (@Katja, an dem See vorbei) und uns von der Landschaft beigeistern lassen. Am See haben ein paar Leute in unserem Alter BBQ veranstaltet und wir haben uns ein wenig dazugesellt. Bei dieser Gelegenheit wurde uns auch angetragen, doch in Lee Vining zu uebernachten. Leider haben wir den  "Fehler" begangen, erst Dinner zu essen und uns danach erst um ein Zimmer zu kuemmern, so dass das vorgeschlagene Motel leider schon ausgebucht war.


Wir also weiter im Stockdunkeln am Monolake lang, bis wir mitten im Nirgendwo auf ein einsames Motel gestossen sind. Alle uns bekannten Horrorfilme ignorierend sind wir dann doch in dieses wirklich ziemlich kleine Motel und haben nach einem Zimmer gefragt. Und siehe da, ein Zimmer fuer vier Personen war noch frei...

Entgegen unseren Befuerchtungen, die Nacht zusammengezwengt unterer einem Dachboden zu verbringen, stellte sich das "Zimmer" als kleine Angelhuette direkt in einem kleinen Fluss heraus. Superschoen! Morgens sind wir dann inmitten der Berge an diesem kleinen Fluss aufgewacht. Richtig gutes typisch amerikanisches Fruehstueck gab es dann auch noch.


Auf dem Weg zurueck zum Yosemite, am im Hellen wirklich eindrucksvollem See vorbei, haben wir dann noch mal in Lee Vining angehalten, und uns mit Utensilien zum BBQ eingedeckt.


Im Park selber haben wir dann die Suedroute genommen, sind ein wenig an dem Wasserfall rumgeklettert und haben mittem im Park BBQ gemacht. Dann gings wieder zurueck nach San Fran.


Dienstag hatte Ronny dann einen Wagen geliehen, zu unserem Glueck war das Model wohl gerade nicht da und so haben wir uns notgedrungen mit einem Cabrio zufrieden geben muessen. Mit dem sind wir beide dann den Hwy 1 runter gefahren. Dienstag sind wir bis nach Monterey gekommen, wo wir den Fischen, Quallen und Haien im dortigen Aquarium einen Besuch abgestattet haben.

Mittwoch morgen ging es dann weiter nach Carmel, ein wunderschoner Ort, in dem anscheinend ziemlich gut betuchte Menschen leben und Clint Eastwood Buergermeister ist. Nach unserem wirklich guten Fruehstueck dort, ging es dann weiter den Hwy 1 runter, bis nach Pismobaech. Dort haben wir ein Motel gefunden, dass wirklich direkt am Strand lag, so dass man vom Bett aus den Surfern beim Wellenreiten zusehen konnte... 


Donnerstag sind wir dann noch bis Santa Barbara gefahren, wobei uns das Wetter ein wenig einen Strich durch unsere Planung, dort den Tag am Strand zu verbringen, gemacht hat. Regen in Santa Barbara... was soll denn das???


In der Stadt ist es momentan ziemlich ruhig, allerdings starten ab diesem Wochenende die Halloweenpartys und so werden wir uns heute abend noch zum gruseln auf eine Party in einem alten Baalsaal begeben. Wenn ihr nichts mehr hoert, wisst ihr also, dass ich Monstern, Geistern oder Vampieren zum Opfer gefallen bin


Sollte ich entkommen, werde ich mich naechsten Freitag auf meinen Rueckweg machen. Just you know, ihr bekommt zwischendurch bestimmt noch mal ein Update.



 
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Last day at work

Nun ist es schon soweit, mein letzter Tag im Office. Und die Zeit ist mal wieder schneller rum gegangen, als ich dachte. Die letzte Woche war hier mit Ausnahme von einigen doch etwas zeitraubenden Fahrten nach Sacramento um dort zu filen abgesehen, relativ ruhig.


Freitag abend haben wir noch Ingos Geburtstag gefeiert, erst ist er mit seinen ganzen Maedels, Francine, Cindy, Kim, Anne und mir, Essen gegangen. Spaeter sind er, Anne, Ronny und ich dann noch ins Gravity. Ein doch recht feuchtfroehlicher Abend, der mit einem weiteren Essen um drei Uhr morgens in Mels Diner endete. Ingo hat es dann auch -wie es sich gehoert- Samstag morgen nicht in die Uni geschafft.


Samstag war hier Oktoberfest. Deutsches Volkgut oder zumindest das was die Amis dafuer halten. Wuerste, Sauerkraus, Unmengen Bier und eine Stimmung ein bisschen wie Karneval.


Es gab dann auch noch Volkstanzdemonstrationen, die man wohl am besten als "Interessant" umschreiben koennte. Maenner mit weissen Baerten und Lederhosen, die einen Baum in die Halle tragen, drumherum Schuhplattlern und dann anfangen mit Beilen auf den armen Baum einzudreschen... Wir haben Jay erstmal erzaehlt, dass bei uns so die normale Freitagabendgestaltung aussieht. Als wir uns dann auch noch munter in den Ententanz gestuerzt haben, hat er uns glaub' ich dann entgueltig fuer voellig verrueckt gehalten.

Sonntag war dan erwartungsgemaess ziemlich ruhig, Ronny und ich sind abends nur noch ins Kino. Into the blue, gar nicht schlecht der Film!


Dienstag hat sich dann herausgestellt, dass ich zumindest keinen Klausurenblock habe. Ein kleiner Erfolg auf langer Strecke! Das Office hat mit daraufhin erst mal einen typisch amerikanischen Gratulationskuchen, mit gelber und oranger Beschriftung geschenkt. Sweet!


Heute nachmittag gehts dann nochmal ins Konsulat, uns ueber Jury Trail aufklaeren lassen. Und heute abend wird dann der letzte Arbeitstag und Esthers Rueckkehr gefeiert. 

Da mein Versuch, den Flug umzubuchen und laenger zu bleiben, leider gescheitert ist, werde ich jetzt wohl doch schon am 4.11 zurueck kommen. Bis dahin wird noch ein wenig Urlaub gemacht...


 
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Es war ein warmer Fruehlingsmorgen und aus dem Kamin kam Rauch...

Ein kurzes Update...

 

Also, die Jungs mit den Brechstangen waren nicht da.  Nur ein paar von den Tpyen in diese in der Farbwahl doch recht bedenklichen organgen Anzuegen.

Also haben wir uns ein wenig in dem Gerichtsgebaeude umgesehen und einen Raum mit einer Jury drin entdeckt... Wir also rein, ohne auch nur einen kleinen Schimmer zu haben, um was es eigentlich geht und erstmal der Zeugenvernehmung zugehoert.

 

Vernommen wurde ein Mann, der naehere Ausfuehrungen zu dem Datingverhalten seiner Schwester machen musste. Wir dachten also erstmal, es geht um Vergewaltigung oder so. Allerdings stellte sich nach kurzem Nachfragen heraus, dass das arme Maedel wohl ermordet worden war.

 

Das konnten wir uns natuerlich nicht entgehen lassen und so blieben Anne und ich auch den Rest des Tages im Gericht. Allerdings immer noch ohne zu wissen, was eigentlich passiert war.

 

Der erste Zeuge nach der Mittagspause war dann ein Nachbar, der erzaehlte, dass er am betreffenden morgen sein Haus verlassen hatte um zum Sport zu gehen, und dass das Einzige, was ihm an diesem warmen Fruehlingsmorgen aufgefallen sei, der Rauch war, der aus dem Kamin des Nachbarhauses kam. Nach dieser Aussage und einer mindestens 2 sekuendigen juristischen Anlayse kamen Anne und ich zu dem Ergebniss: this jerk!!!! der typ hat seine Freundin umgebracht, zerstueckelt und im Kamin verbrannt!!!!!

(Im Rueckblick war diese kurzfristige Analyse wohl nicht in allen Punkten so 100 % zutreffend, aber unsere Meinung und unser Entsetzen war fuer diesen Tag gefestigt. Mmmmh, der Kerl hat wohl doch Glueck, dass wir nicht in der Jury sind...)


Weiter ging es mit einer Dame, die mit ihrer Antwort, woher sie den Angeklagten kannte fuer einen weiteren inneren Aufschrei und dem Wunsch, den Angeklagten mit Tomaten zu bewerfen, auf der Zuschauerbank sorgte. Die Dame war/ist naemlich seit 12 Jahren seine Frau. Und sie haben ein Kind. Und er hat eine Geliebte (neben der Toten). Und mit der hat er auch ein Kind. Sodum und Gomorra!!! Ok, unsere Reaktion war vielleicht nicht ganz die eines geschulten, juristisch ausgebildeten, objektiven Dritten, aber hey, was soll's, die lassen uns hier ja auch nicht richtig mitspielen


Das Ganze ging dann bis in den Nachmittag so weiter und danach waren Anne und ich so versessen darauf zu erfahren was eigentlich los war und wie es weitergeht, dass wir erstmal unser Office ueberredet haben, uns da gestern wieder hin zu lassen.


Gestern kannte uns die Jury dann auch schon und die Reaktionen gingen von offenem Gruessen ueber verstecktes Hinter-dem-Ruecken-zuwinken, wobei wir immer noch ueberlegen, ob das nicht vielleicht ein Code fuer eine Aufforderung das Jurymember zu bestechen war...


Gestern gab es dann noch jede Menge Experten, die ueber Fingerabdruecke, DNA-Tests und die Autopsie berichtet haben.


Es sieht wohl so aus, dass dem Angeklagten vorgeworfen wird, seine 25jaehige Freundin erwuergt und dann zur Spurenbeseitigung das Haus in Brand gesetzt zu haben. Das hat dann allerdings auch ganz gut geklappt, aufgrund der schweren Verbrennungen ist naemlich keiner mehr in der Lage, zu sagen, woran das Maedel jetzt gestorben ist. Sicher ausgeschlossen werden kann nur ein Tod durch das Feuer.


Ausserdem sind gestern noch DNA-Spuren unter den Naegeln des Opfers "aufgetaucht" die einer bislang nicht identifizierten maennlichen Person gehoeren.


Also, Anne und ich sind zwar immer noch ueberzeugt "this jerk, killed his girlfriend and set her ablaze in her bed" aber nach dem allseits bekannten Grundsatz "beyond a doubt" wird das mit der Verurteilung wohl nix werden.


 

 
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Flugzeuge ueber der Stadt

Es ist mal wieder soweit... der mit Spannung erwartete Wochenrueckblick.

Larry hat uns in ein Projekt reingezogen, in dem es um Handelsmarken, Warenzeichen und Urheberrecht im Internet geht, sehr interessant, aber erstmal auch sehr verwirrend.


Ansonsten waren wir Maedels lezten Mittwoch mal wieder auf den ein oder anderen kleinen Cosmos im Hyatt. Was soll ich sagen, grossartige Aussicht und jede Menge Spass.


Letzten Donnerstag bin ich dann munter mit Anne durch die Gegend gefahren. Erst hier zu Gericht, dann auf nach Oakland, um dort einen Termin zu blocken. Das Office dort hatte leider gerade Mittagspause und so haben wir beschlossen, auch erst mal lunch zu machen. Da der einzige Ort, den ich in Oakland sicher wieder finde, Matts Office ist, sind wir dort in die Tiefgerage, um von da aus ein Lokal zu suchen.


Dann hab ich die Autotuere zu gemacht. Dummer Weise befanden sich zu diesem Zeitpunkt sowohl mein Telefon als auch der Autoschluessel noch im Inneren des Wagens.


Also haben wir erstmal verzweifelt jemanden gesucht, der uns den Wagen aufbricht. Dachte, das kann ja nicht so schwer sein, ist ja schliesslich Oakland. Aber, dank der guten Justiz hier waren alle in dieser Hinsicht faehigen Leute wohl gerade vor Gericht. Also blieb uns nichts anderes uebrig, als in Matts Office zu gehen, die Schande einzugestehen und um Hilfe zu bitten. Die haben da dann auch sehr gelacht. Nachdem dann auch noch das Office in San Francisco verstaendigt wurde, haben die hier zumindest einen zweiten Schluesselsatz gefunden.


Ich also mit der armen Anne in die BART und zurueck nach San Fran, Ersatzschluessel holen. Dann zurueck nach Oakland. Hatte ich erwaehnt, dass wir zu diesem, Zeitpunkt immer noch nichts gegessen hatten? Und das Office, in dem wir den Termin blocken wollten inzwischen entgueltig zu hatte???


Naja, wir sind auf jeden Fall dann noch nach San Mateo, etwas ausliefern und Anne war uebergluecklich, als wir dort dann wieder im Wagen sassen, ohne zwischendurch BART gefahren zu sein. Sie hat zu meinem Glueck zumindest Humor!

Donnerstag abend ging es mal wieder auf eine der beliebten und inzwischen offensichtlich fest etablierten Donovanparty im Top of the Mark.

Freitag hatte ich mir frei genommen, um Esther bei den Vorbereitungen fuer ihre Abschiedsparty zu helfen. Wir beide also einkaufen, und hatten die gute Idee, die Unmengen Bier und Nahrungsmittel einfach mit dem Einkaufswagen zu ihrem Place zu schaffen, da wir diese Mengen einfach nicht mehr tragen konnten.


Was die zwei blonden deutschen Maedels allerdings nicht wussten war, dass die Raeder des Einkaufswagens blockieren, sobald man eine gelbe Linie auf dem Parkplatz ueberfaehrt. Dann geht mit dem Wagen gar nix mehr. Weder vor noch zurueck. Wir standen also quasi Bewegungsunfaehig in der Mitte des Parkplatzes... Wir haben dann erstmal ein Taxi rangewunken, den Kram in den Kofferraum geschmissen und innerlich unauffaellig Pfeifend den gesperrten Wagen zurueckgelassen. Der Taxifahrer hat sich zwar etwas ueber die Wegstrecke von einem Block gewundert, aber ok.


Die Vorbereitungen und auch die Party waren ein Riesenspass. Referendare, Amis, Arbeitskollegen, alles bunt gemischt und ueberaus unterhaltsam!


Samstag wir uns dann, mit einiger Verspaetung zum urspruenglichen Plan am Marina Green getroffen, um uns die Airshow anzusehen. Ich kann nur sagen awesome!!! Alte Doppeldeckerkunstflieger, mit Livekommentar aus dem Cockpit, Kampfflugzeuge mit rotem, weissem und blauem Rauch hinter sich und natuerliche die blue angels, sechs Armiflugzeuge, die eine unglaubliche Show hingelegt haben. Hab ich wirklich noch nicht gesehen sowas! Am Marina Green selber war die Hoelle los, Fressbuden, Bier und die ganze Zeit super Musik zu den Fluegen. Meist aus Top Gun


Sonntag waren wir tagsueber in Mission Dolores und haben einfach nur faul in der Gegend rumgelegen. Abends bin ich mit Anne und Ronny noch zum Pier 39. Anne hatte sich eine blaue San Fran Jacke geholt, die Ronny und ich dann auch dringend brauchten. Da es doch ein wenig kalt geworden war, sind wir dann wie die Volldeppen im Partnerlook ueber Fisherman's Warf. Wir sind dann noch zu Bubba Gumps, Shrimps essen. Sehr lecker.


Montag war es aufgrund des Columbusdays ziemlich ruhig im Office und Anne und ich haben uns noch mit Esther in der Stadt getroffen. Gestern haben wir sie dann zum Flughafen gebracht, schnief. Sie ist inzwischen auch gut zu Hause angekommen... Du fehlst hier, sweetie!

 

Jetzt geht es wohl gleich erstmal mit Jay zum Ciminal court, mal sehen, ob da die Jungs sind, die uns eigentlich haetten den Wagen aufbrechen sollen...





 
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Familienzuwachs

Meine Lieben, hier mal wieder ein laengst faelliges Update.


Arbeitsmaessig hat sich die letzte Zeit ziemlich interessant gestaltet. Erst war ich mit Larry bei einer Settlement Conference, einer Vergleichsverhandlung, die zwar nicht im Gericht, jedoch unter Mitwirkung eines Richters erfolgt. War sehr interessant, beide Parteien sitzen in getrennten Raeumen und der Richter rennt hin und her und versucht zu vermitteln. In unserem Fall hat das leider nicht geklappt, aber es war trotzdem sehr interessant, das mal zu sehen.


Dann hat uns Noah noch mit zu einem Hearing bei Gericht genommen. Erst wollte er uns nicht wirklich mitnehmen, da er meinte, der Fall waere eigentlich schon verloren und er wolle lieber vor uns einen guten Eindruck machen und gewinnen, aber nach einiger Ueberredungsarbeit und der  Zusage, dass wir auch mal mitkommen, wenn er gewinnt, hat er uns dann doch mitgenommen. War gut das mal zu sehen, auch wenn hier vor Gericht alles ein wenig formeller zugeht als in Deutschland. Ausserdem hatten wir den Eindruck, dass Richter und Anwaelte sich hier eher als Gegener betrachten und nicht wirklich so "zusammen" arbeiten, wie man das von uns gewoehnt ist.


Ansonsten habe ich meine Freizeit auch mal wieder sehr gut verlebt. Mittwoch ist erst mal Anne angekommen. Sie hatte Riesenglueck mit dem Wetter und die Stadt hat sich bemueht, sich von ihrer besten Seite zu zeigen. Nachdem wir die grundliegenden Koeln-Duesseldorf-Differenzen bereits in den ersten 5 Minuten erlaeutert hatten und uns doch recht schnell einig geworden sind, stand der weiteren Wochenplanung nichts mehr im Wege Unsere Referendarsfamilie hat also mal wieder sehr netten Zuwachs bekommen.


Mittwoch abend habe ich mich mit Matthias van Doorn getroffen. Matthias und Andrea, seine Frau, sind vor ungefaehr 10 Jahren oder so, mit den Kindern nach Minneapolis ausgewandert. Er war zufaellig beruflich in der Stadt und so haben wir uns auf ein paar Dinks im Redwood room getroffen. In dieser Bar haengen riesige, alt aussehende Portraits an den Waenden. Es sind jedoch keine Leinwaende, sondern grosse Flachbildschirme und nach einiger Zeit, fangen die Leute in den Portraits an, sich zu bewegen. Erst wird geblinzelt, sich unauffaellig gestreckt und dann auch mal der Kopf gedreht. Sieht super aus. Ich wurde schon vorgewarnt, Matt dachte allerdings zwischendurch, er haette jetzt doch einen Martini zu viel gehabt.


Donnerstag waren wir, d.h. Esther, Anne, Brandon, Ronny und ich, im Cmpanina und danach auf einer weiteren Donovanparty im Top of the Mark.


Das Wochenende war eher ruhiger, Sonntag haben wir allerdings die letzte Gelegeheit genutzt, Anne noch ein Spiel der Giants zu zeigen. Das Wetter war grossartig und sie haben sogar gewonnen. Ein Stueck americanische Kultur haetten wir damit Anne schon mal naeher gebracht. Danach waren wir noch im Hyatt und haben die grossartige Aussicht genossen...


Am Tag der deutschen Einheit gab es einen netten kleinen Empfang im deutschen Konsulat, zu der ich dank Mattie, dem Referendar dort, eine Einladung ergattern konnte. Rote, goldene und schwarze Ballons, nur eine kurze Rede des Generalkonsuls, Sauerkraut, Wuerstchen und deutscher Wein... Und seit Ewigkeiten mal wieder deutscher Small-talk! Sehr lustig, allerdings war der Wein so suess, dass die Lust auf herzhafte Nahrungsmittel so wurde, dass nach dem Empfang kurzfristig ein weiteres Treffen der Referendare im SushiRock einberufen werden musste.  


Gestern hat der Stress im Office dann wohl seinen Hoehepunkt erreicht. Larry hat beschlossen, eine neues Prospekt fuer seine Yacht zu fertigen und hat Esther, Anne, Hans, Ronny, mich und einen Photographen auf die Yacht verfrachtet. Da hatte Kim dann schon Essen vorbereitet und wir hatten wirklich viel Muehe und haben schwer gearbeitet, fuer die Bilder so zu tun, als waeren wir eine nette Truppe, die auf der Yacht einfach viel Spass hat. Neben den normalen Outfits haben wir die Jungs dann auch noch in ihre Anzuege und uns selber in unsere Abendkleider gezwungen und noch mehr Bilder gemacht. Grossartig!!!


Spaeter werde ich Esther noch im Hyatt treffen und Freitag wird sie wohl ihre Abschiedsparty geben. Morgen gehts es vielleicht noch zum Gericht nach Oakland, naja, wie ueblich: Einfach mal sehen, was die Woche bringt!




 
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Loveparade
Um mal wieder in den normalen Blogrhythmus zu kommen, hier schon das naechste Posting.
Am Wochenende war loveparade in San Francisco, also habe wir unseren urspruenglichen Plan, zu Jay nach Santa Cruz zu fahren aufgegeben und haben uns hier ins Getuemmel gestuerzt.

Die Parade selber war wohl nicht so lang wie die in Berlin, aber die anschliessende Party am Civic Center konnte sich dann schon sehen lassen. Musik, Party und viel Menschen in wilden Kostuemen. Einigen war es wohl schon zu anstrengend, sich ueber Kostueme Gedanken zu machen - oder lag es daran, dass das Wochenende eines der waermsten in letzter Zeit in San Fancisco war- auf jeden Fall zog es eine nicht gerade kleine Gruppe Menschen vor, doch lieber gleich nackt zu kommen.

Bemwerkenswert bleibt, dass sich weder hieran, noch an den grossen Schildern mit dem Hinweis "Magic Brownies" irgendwer stoerte, unser Bier, verpackt in Papiertueten jedoch konfesziert wurde... Naja, wohl nur, weil man Selbiges auf dem Gelaende kaufen sollte, aber trotzdem!

Den Rest des Wochenendes haben wir uns dann eigentlich mehr erholt, als alles andere.
Mal sehen, was die Woche bringt, Mittwoch kommt unserer neue Referendarin, Anne, und Donnerstag ist mal wieder ein Seminar im Konsulat. We'll see...
 
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Vegas Baby!

Endlich wird mal wieder geblockt. Ihr kennt das ja, kaum hat man Urlaub, bleibt fuer nix mehr Zeit.

Seit dem letzten Update habe ich meine Leidenschaft fuer amerikanische Sportarten noch ein wenig vertieft und habe mir neben einem Spiel der Giants, an dem geruechteweise (laut Ingo) der bester Spieler der letzten 150 Jahre teilgenommen hat (Barry sowieso) auch noch ein Footballspiel angesehen. Brandon hatte an diesem Tag Geburtstag und wir haben uns erst mal zu einem ausgiebigen Fruehstueck getroffen. Dann gings mit der Bart nach Berkeley.


Hier haben wir erst mal Brandon geschenkt, wobei uns erst an dieser Stelle aufgefallen ist, dass zwar das deutsche Kochbuch eine ziemlich gute, die beiden 7 inch Messer aber eine nur eingeschraenkt stadiontaugliche Geschenkidee war. Esther hat sich dann geopfert und die Messer, in einer Holzbox, in ihre Tasche gesteckt und der Eingangskontrolle irgendwie erzaehlt, sie wuerde ein Holzbrett mit ins Stadion nehmen...


Das Spiel selber war zumindest in den letzten beiden Vierteln ganz sehenswert, wobei ich von den Cheerleader mehr erwartet haette. Abends waren wir dann noch in einem Club in der Mission, um Brandons Geburtstag noch ausklingen zu lassen.


Sonntag haben Esther und ich uns dann nach Vegas aufgemacht. Was soll ich sagen? Katja, wir haben damals mehr verzockt, was aber wohl nur daran gelegen hat, dass Esther und ich nicht mit dem Wagen, sondern zu Fuss in Vegas unterwegs waren und man braucht doch laenger von Hotel zu Hotel, als ich dachte. An dieser Stelle noch mal Sorry an Esther, fuer den Gewaltmarch zum Venezia, dessen Passage dann auch noch nach Mitternacht zu hatte...


Montag abend haben wir uns dann schick in Schale geschmissen und sind zum TI, weil ich ja immer noch mal dieses Schiff untergehen sehen wollte. Beim letzten mal war das ja durch eine Baustelle verhindert worden. Wir stehen also vor dem TI, warten 30 min auf die Show und dann.... Faengts an zu regnen. In der Wueste. In Vegas. Aufgrund der Wetterverhaeltnisse ist die Stadt dann auch erst mal in gebuehrende Panik verfallen und hat die Show sowie die Gondelfahrten abgesagt... Ich habe dieses  sch*** Schiff also schon wieder nicht untergehen sehen. Muss wohl nochmal hin.


Wir sind dann ins Paris, wo wir ganz grossartig Sushi gegessen haben. Der Fisch loesste sich quasi von selber auf, der Wein war gut und wir sassen draussen mit Blick aufs Bellagio. GROSSARTIG! Mama und Papa danke fuer diesen Tip!!


Danach sind wir noch in eine Bar am Cesar's, wo die netten Barmenschen keine Muehen gescheut haben, zwei blonden Maedels zu erklaeren, was POG-berries sind. Sagen wir es mal so, nach ZU langer Zeit kam uns das doch komisch vor und irgendein Mensch hat sich dann erbarmt, uns ueber den Peach-Orange-Grape Saft aufzuklaeren...


Montag hats immer noch geregnet, aber wir haben den Tag trotzdem mit spielen und gutem Essen zu unserer vollen Zufriedenheit verbracht.


Donnerstag hat Patrick seine Ergebnisse bekommen, 55 Pkt, und wir mussten auch dass gebuehrend feiern, zum Glueck hatte ich Freitag noch frei.


Heute geht es noch auf die Loveparade, mal sehen, was das so gibt!


Ihr seht, keine spontanen Eheschliessungen und auch sonst noch alles gut!

 
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